Einladung
Zur Eröffnung einer Ausstellung von
Susanne und Karl Schaper
am 10.03.2002 um 11.30 Uhr laden wir Sie herzlich ein.
Die Rede zur Einführung in die Ausstellung wird der Kunstkritiker und Autor eines Buches über Karl Schaper, der Hannoveraner Ludwig Zerull halten.
Die Ausstellung mit Werken von Susanne und Karl Schaper dauert vom 10. bis 29. März 2002. Besuchszeiten sind jeden Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag von 17.00 bis 19.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 05137/72209. Ateliergespräche zur Ausstellung und zu anderen Themen der Kunst sind am Mittwoch, 20. und 27. März ab 20.00 Uhr.
Zum Abschluss der Ausstellung wird am Freitag, 29. März 2002 ab 20.00 Uhr ein besonderes Ateliergespräch stattfinden.
Lebensdaten des Künstlerpaares:
Susanne Schaper
1922: Geboren in Unseburg/Magdeburg
1941 - 1944: Ausbildung zur Handweberin in Osnabrück
1948: Meisterprüfung
1946 - 1948: Mitarbeit im Gobelin-Atelier Solly Stocké, Düsseldorf
1947: Heirat mit Karl Schaper; 3 Kinder
Karl Schaper
1920: Geboren in Berel/Niedersachsen
1945 - 1948: Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Ewald Mataré
1951: Studienaufenthalt in Paris bei Fernand Legér
1953: Staatsexamen für Kunstpädagogik an der Kunstakademie Kassel bei
Arnold Bode
1953 - 1980: Lehramt
Seit 1974 leben und arbeiten Susanne und Karl Schaper in Apelnstedt bei
Wolfenbüttel
Einem breiten Publikum sind die beiden Künstler durch ihre Beteiligung an der documenta 2,1959 in Kassel bekannt geworden. Die Ehrungen und Würdigungen von Karl Schaper reichen 1985 vom Preis der Villa Massimo, Rom, über den Kunstpreis der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag 1986 bis zum Preis der Sparkassenstiftung Hannover im Jahre 1995. Schließlich wurde ihm 1995 der Niedersächsische Verdienstorden für seine künstlerischen Leistungen verliehen. Zwischendurch hatte er 1990 eine Gastdozentur an der Cornell University - verbunden mit einer Graphik- und Aquarell-Ausstellung im Herbert F. Johnson Museum of Art, Ithaka, USA.
In der Ausstellung im Atelier Olbrich wird die breite Vielfalt, die Hintergründigkeit und eine gewisse Schalkhaftigkeit der beiden Künstler gezeigt. Dazu gehören Gobelins und Blumenstilleben in Öl auf Leinwand von Susanne Schaper und Lithografien, Radierungen, Aquarelle und ein Beispiel seiner überdimensionalen Holzbriefe von Karl Schaper. Der Holzbrief ist an Kaiser Augustus im antiken Rom gerichtet. Sechs Flachdrucke beinhalten Bilder und handgeschriebene Texte unter dem Titel: "La divina comedia up plattdütsch". Darin werden Bezüge zwischen der Göttlichen Komödie von Dante und Alltagserlebnissen und -erfahrungen hergestellt.
Mit dieser Ausstellung will das Künstlerpaar Olbrich in ihrem Atelier wieder anspruchsvolle Kunst der Bevölkerung von Garbsen und darüber hinaus näher bringen. Auf eigene Kosten veranstalten die Olbrichs ihre Ausstellungen so, dass kein Besucher Schwellenängste zu haben braucht und sich nicht gedrängt fühlen muss, etwas von den Exponaten zu kaufen. Denn im Atelier Olbrich gibt es nichts zu kaufen. Die ausgestellten Objekte und Bilder sind ausschließlich zum Betrachten da und sollen zum Nachdenken und Diskutieren über Kunst, ihre Botschaften und Funktionen anregen. Die Auswahl von Künstlerpaaren für die Ausstellungen im Atelier Olbrich gibt bereits ein Thema vor und erleichtert so den Einstieg in die Betrachtung und ins Gespräch.