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Einladung

Zur Eröffnung einer Ausstellung von

Regine und Lienhard von Monkiewitsch

am 03.11.2002 um 11.30 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Das Künstlerpaar ist anwesend. Zur Einführung in die Ausstellung spricht Giso Westing aus Hannover.

Die Ausstellung dauert bis zum 29. November 2002. Besuchszeiten sind jeden Dienstag, Freitag und Sonntag von 17.00 bis 19.00 Uhr und nach Vereinbarung unter 05137/72209. Zur Ausstellung und anderen Themen der Kunst finden am Mittwoch, dem 06. und 20. November ab 19.00 Uhr Ateliergespräche statt.

Zum Abschluss der Ausstellung wird am Freitag, dem 29. November 2002 ab 19.00 Uhr ein besonderes Ateliergespräch mit dem Künstlerpaar geführt.

Lebensdaten des Künstlerpaares:

Lienhard von Monkiewitsch
1941: geboren in Steterburg
1962/63: Zivildienst im Krankenhaus
1964-69: Studium der Kunstpädagogik und der Freien Kunst an der HBK Braunschweig (bei Alfred Winter-Rust)
1969-70: DAAD Stipendium für Paris
1970: Niedersächs. Förderpreis
1971: 1. Preis Neues Forum Bremen
seit 1979: verheiratet, Kinder: Johanna u. Lukas
1979-80: Villa Massimo
seit 1980: Professor an der HBK Braunschweig
1986: Niedersächs. Künstlerstipendium
1992-93: Forschungsfreisemester in Kalifornien
1997: Kunstpreis der SPD-Fraktion im Niedersächs. Landtag
ab 1970: zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. in Berlin, London, New York, Santa Monica (USA), Tokio usw.
 
Regine von Monkiewitsch
1948: geboren in Heidelberg
1968-73: Studium Graphik und Kunstpädagogik an der Werkkunstschule und der HBK Kassel (Fotografie u. Film bei Floris M. Neusüss und A. Winkelmann)
1973-75: Referendariat in Braunschweig 2. Staatsexamen
1975-79: Lehramt in Buchholz u. Salzgitter
seit 1979: verheiratet, Kinder: Johanna u. Lukas
1979-80: Villa Massimo
1981-87: Lehrauftrag für Grundlagen der Fotografie, HBK Braunschweig
1987-92: Lehramt in Buchholz u. Salzgitter
ab 1993: Lehramt Braunschweig
ab 1990: Mitarbeit beim Nieders. Landeswettbewerb "Jugend zeichnet und gestaltet"
1998-02: Projekt Soziale Stadtskulptur: Skatepark "Treibhaus"

Die künstlerischen Äußerungen der beiden Künstler sind extrem unterschiedlich. Vereinfacht können gegenüber gestellt werden, hier Fotografie - dort Malerei, hier gegenständliche - dort abstrakte Welt, hier dynamische Bewegung - dort statischer Raum.

Regine von Monkiewitsch nimmt Eigenarten der Dokumentarfotografie auf, betont aber die zeichnerischen und malerischen Elemente, steigert die jeweils wiedergegebene spezielle Situation und erreicht damit Darstellungen von überzeugender Allgemeingültigkeit. Seit etwa vier Jahren engagiert sie sich in der öffentlichen Jugendarbeit beim Projekt "Skatepark Treibhaus" in Braunschweig, die sie als soziale Skulptur auffasst und als Motiv für fotografische Feststellungen nutzt. Leider musste in den letzten Wochen die Skaterbahn abgebaut werden. Reste davon werden aber nun künstlerisch verwendet, indem einzelne Bretter mit eingedrückten und eingegrabenen, kurvenreichen Spuren mit Fotografien der spielerischen und sportlichen Begegnung von Jugendlichen zu Installationen kombiniert.

Lienhard von Monkiewitsch hat sich ursprünglich mit der täuschend räumlich wirkenden Darstellung in der Bildfläche beschäftigt, sowohl mit der linearen Konstruktion als auch mit Farben. Dabei ist er auf die tiefenräumliche Wirkung von Schwarz gestoßen, die er versucht hat umzukehren, so dass eine schwarze Fläche gleichsam vor der Bildfläche schwebt. So lag es nahe, dass er sich mit dem schwarzen Quadrat von Malewitsch beschäftigte und dieses weiter veränderte. Da er der Auffassung von der genialischen Intuition von Künstlern zutiefst misstraut, hat er sich bei den Teilungsverhältnissen von Farbflächen nicht auf sein Gefühl verlassen, sondern griff die Zahlenreihe des italienischen Mathematikers Fibonacci aus dem 12. Jahrhundert auf, die im Endeffekt zu der harmonischen Ordnung des Goldenen Schnittes führt.